Die Fernuni Hagen wird immer wieder in den höchsten Tönen gelobt. Wahrscheinlich zurecht, knapp 70.000 Studenten können sich wohl nicht irren. Trotzdem geht es bei der Auswahl der Studienfächer auch an dieser Superuni nach Popularität: Was nicht genügend nachgefragt wird, läuft aus. So auch die speziellen Studiengänge in Mathematik, für die sich anscheinend immer weniger Studenten begeistern können. Dabei klingt “Mathematik – Methoden und Modelle” und “Praktische Informatik” alles andere als langweilig – wenn man es denn kapiert. Doch die letzte Immatrikulation war diesen Sommer möglich. Wer hat noch einen Studienplatz erwischt und kann uns berichten? Wir sind gespannt!
Letzte Runde für die Mini-Master in Mathe
Zwei in einem: Fernstudiengänge mit integrierter IT-Weiterbildung
Warum nur ein Fach studieren, wenn man zur gleichen Zeit auch zwei schafft? Bei drei Studiengängen der Hamburger Fern-Hochschule kann in Zukunft die Zusatzqualifikation zum IT-Spezialisten gleich mit erworben werden. Klingt ein bisschen nach der Verkaufsstrategie „buy one- get one free“, aber warum eigentlich nicht? Zudem sind die IT-Weiterbildungen, die man als Student der Betriebswirtschaftslehre, des Wirtschaftsingenieurwesens und des Facility Managements besucht, auch noch DIN genormt. Und da man IT-Kenntnisse heutzutage fast überall gut gebrauchen kann, klingt das alles zwar erstmal ein bisschen seltsam, ist am Ende aber doch ziemlich praktisch.
Von München aus in Hamburg studieren?!
Was ist eigentlich der größte Vorteil einer Fernhochschule? Ich verrate mal die Antwort: Das Beste an der Fernuni ist, dass man überall studieren kann. Im Norden, Süden, in der Küche oder auch in der Badewanne. Das bedeutet, nicht nur Hamburger studieren an der Hamburger Fern-Hochschule, kurz HFH. Das erklärt auch das Fern in Fernstudium und Fernhochschule. Wenn zum Beispiel ein Bayer, vielleicht aus München, ein Fernstudium Wirtschaftsingenieurwesen studieren möchte, dann kann er das auch an der HFH machen. Klingt komisch, ist aber so. Und die Hamburger sind gar nicht so kühl, wie immer alle behaupten, ehrlich. Außerdem muss man ja eh nicht oft nach Hamburg, ist ja eine FERN-Hochschule. Nur so als kleiner Tipp.
Die Wechseljahre kann man jetzt auch studieren
Die Impulse e.V. – Schule für freie Gesundheitsberufe, hat zwei neue Fernlehrgänge ins Programm genommen, von denen zumindest einer echten Seltenheitswert hat: Wechseljahreberatung. Nein, wir sind hier nicht bei Loriot und hätten es uns dennoch nicht schöner ausdenken können. Inhaltlich liest sich der neue Kurs übrigens nicht weniger kreativ: Grundlagenwissen der weiblichen Anatomie und Physiologie; Sexualität, psychosoziale Veränderungen und Wechsel im sozialen Umfeld usw. Für Heilpraktiker ist besonders der umfassende therapeutische Ansatz interessant, aber auch Gesundheitsberater und psychologische Berater können von den präventiven Möglichkeiten, die das Wissen um die hormonellen Schwankungen bietet, profitieren. Na, das ist doch herrlich. Mit 85 Euro im Monat ist diese Weiterbildungsmaßnahme dazu noch richtig erschwinglich. Leider lassen sich die eigenen Wechseljahre durch den Lehrgang nicht aufhalten.
Warnung vor dem Fernstudium!
Auf dem Fernstudiumblog von „fernstudi.net“ schreibt ein erfahrener Fernstudent über die Nachteile einer Weiterbildung neben dem Beruf. Damit wirft dieser Beitrag mal ein anderes Licht auf das Thema Fernstudium, das sonst von allen Seiten gelobt wird. Blogger Christian rechnet mit der ständigen Lobhudelei ab und stellt heraus, was ein Fernstudium wirklich bedeutet. Deutlich schreibt er, es erfordere Disziplin, Ausdauer, sei unsozial und mache einsam. Natürlich findet er nicht alles schlecht, schließlich studiert er immer noch selbst neben dem Beruf. Doch er stellt klar, dass die Entscheidung zu einem Fernstudium aus den richtigen Gründen fallen sollte. Klingt doch vernünftig. Hier geht es zu dem Beitrag auf fernstudi.net.
