E-Learning in Afrika – Pilotprojekt der FH Lübeck

19. April 2007

“Dass sich unsere deutsche E-Learning-Methode in Afrika bewährt, hat
das Pilotprojekt bewiesen. Die Ergebnisse belegen eine erfreulich hohe
Akzeptanz von E-Learning bei den Studierenden und die interkulturelle
Anwendungsmöglichkeit unserer Methode” erklärt Prof. Rolf Granow,
Geschäftsführer der oncampus GmbH und E-Learning-Beauftragter der
Fachhochschule Lübeck.

Um die Aktivitäten weiter voranzutreiben und nachhaltig zu stützen,
unterzeichneten am 29. März 2007 Vertreter der Universitäten Lund
(Schweden) und Vilnius (Litauen) sowie die E-Learning-Tochter der
Fachhochschule Lübeck, oncampus, ein “Memorandum of Understanding” mit dem privaten
Alpha University College in Addis Abeba (Äthiopien). Diese
Fernhochschule ist flächendeckend in ganz Äthiopien und den Nachbarstaaten aktiv.
Mehr als 90.000 Studierende nutzen ihre Angebote.

Seit Anfang 2006 hat das Alpha University College bereits begonnen eine
eigene E-Learning-Strategie auf Grundlage der Produktions- und
Kollaborationsumgebung oncampus-factory zu realisieren mit dem Ziel, eigene
hochwertige E Learning-Inhalte zu entwickeln. Das jetzt unterzeichnete
Memorandum setzt den eingeschlagenen Weg der Zusammenarbeit konsequent
fort und hat die Entwicklung und gemeinsame Nutzung sowohl bestehender
Inhalte als auch neuer Online-Studiengänge zum Gegenstand. Es zielt
insbesondere darauf ab, das Internet zu nutzen, um zukunftsweisende Formen
der Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden aus Europa und
Afrika zu verwirklichen.

Strategisches Ziel ist es, E-Learning in die Hochschulausbildung in
Äthiopien zu integrieren, um damit das Studium qualitativ zu verbessern
und gleichzeitig die Anzahl der Studierenden zu erhöhen. Diese können
ihrerseits für die Aus- und Weiterbildung im Heimatland bleiben.
Qualifizierte Arbeitskräfte bleiben dem Arbeitsmarkt somit erhalten.

Partnerschaften und Know-how Transfer zwischen äthiopischen und
europäischen Hochschulen dienen letztlich dem langfristigen Ziel, eigene
E-Learning-Entwicklungszentren in Äthiopien aufzubauen. Diese sollen nach
dem Willen der Unterzeichner Ausstrahlungskraft für ganz Afrika
erreichen.

Internationale Projekte, wie die beschriebenen, nutzen allen
Beteiligten. Zum einen sind solche internationalen Kooperationen zentraler
Bestandteil der E-Learning-Idee: Sie ermöglichen gemeinsames, effizientes
Lehren und Lernen. Zum anderen stärken sie im konkreten Fall das
Leistungsvermögen und das Potenzial für wirtschaftliches Wachstum im
Entwicklungsland. Damit werden innovative Beiträge geleistet, um gerade auch die
ärmsten Länder Afrikas in eine global vernetzte Wissensgesellschaft
einzubinden und die Zukunftschancen Afrikas zu verbessern.

Kategorien: Neues zum Fernstudium

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