Das Fernstudium und berufsbegleitende Angebote sind nach Ansicht des Handelsblatts die einzigen Chancen in Deutschland, Beruf und Studium unter einen Hut zu bekommen. Das sehen auch Politik und Wirtschaft so: Um dem Wunsch nach mehr deutschen Akademikern gerecht zu werden, schielt man gern nach Australien, Großbritannien oder rüber zu den USA. Dort absolviere jeder dritte Student den Abschluss nicht auf dem klassischen Wege, sondern nutze Alternativen, die es ihm ermöglichen, auch zu arbeiten oder sich der Familie zu widmen. Deutschland hinke in Sachen Teilzeit- und Fernstudium im internationalen Vergleich hinterher. Lediglich 17 Prozent der deutschen Studenten gehen laut Handelsblatt einen anderen Weg. Das Fernstudium wird als Alternative für Hochschulen bezeichnet, die große Nachfrage der Bewerber überhaupt zu befriedigen.
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Danke für den Hinweis auf diesen interessanten Artikel. Ich glaube, in Deutschland ist ein Fernstudium als Lernform noch nicht so ganz besonders bekannt, bzw. es hat bei vielen potenziellen Interessenten kein allzu gutes Image. (Man denkt dabei automatisch an die riesigen Anzeigen auf dem Rücken von TV-Zeitschriften…
Manchmal wird auch beklagt, dass die Fernstudien-Unterlagen nur darin bestehen, dass die von den Profs veröffentlichten Bücher einfach als PDF herunterzuladen sind – und das nennt man dann einfach recht forsch einen “Fernstudium-Lehrbrief”.
Ich habe den Eindruck, dass das Fernstudium auch deshalb in anderen Ländern beliebter sind, weil dort die Kursmaterialien und die Betreuung besser auf die besonderen Lebensumstände Fernstudierender (z.B. in Sachen Vereinbarkeit von Job, Fernstudium und Familie) ausgerichtet sind.
Da kann die Fernhochschuldidaktik hierzulande manchmal noch ein paar Takte dazu lernen…
Viele Grüße
Anne Oppermann
Kommentar by Anne Oppermann — 7. Mai 2008 @ 10:33